Barrierefreie Angebote der ARD

ARD-Logo

Behindertenverbände begrüßen barrierefreie Angebote der ARD – keine Einwände gegen ermäßigten Rundfunkbeitrag
Vertreter von Behindertenverbänden haben den Ausbau des barrierefreien Angebots innerhalb der ARD begrüßt. Dafür könne man auch akzeptieren, dass Menschen mit Behinderungen seit dem 1. Januar einen ermäßigten Rundfunkbeitrag zahlen. Das erklärten die Verbandsvertreter nach Treffen mit dem Norddeutschen Rundfunk, der in der ARD bei dem Thema Barrierefreiheit die Federführung hat.
siehe: Behindertenverbände begrüßen barrierefreie Angebote der ARD
Quelle: ARD.de

ARD Pressemeldung
Barrierefreie Angebote der ARD

Die ARD möchte Menschen mit Behinderung die größtmögliche Teilhabe an ihrem vielseitigen Informations- und Unterhaltungsangebot ermöglichen. Aus diesem Grunde wurde 2010 das Projekt “Barrierefreier Rundfunk” ins Leben gerufen, das eine Optimierung der Angebote für Menschen mit Behinderung zum Ziel hat. Inhaltlich geht es um den Ausbau der Untertitelung, ein größeres Hörfilm-Angebot und die Verbesserung der Barrierefreiheit der ARD-Internet-Angebote.

Im September 2011 haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD einen umfangreichen Maßnahmenkatalog beschlossen: Die ARD macht 2013 einen weiteren großen Schritt in Richtung Barrierefreiheit. Sie setzt den Schwerpunkt im Fernsehen bei den reichweitenstarken Angeboten, also dem Ersten und den Dritten. Denn so werden möglichst viele Menschen von der Ausweitung der barrierefreien Angebote profitieren.

Angebot für gehörlose und schwerhörige Menschen

Schon in den vergangenen Jahren hat die ARD ihre Bemühungen verstärkt, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten das Untertitelangebot weiter auszubauen. 2011 waren 42,5 Prozent des Ersten Programms untertitelt. Im vergangenen Jahr waren es bereits 49,1% des Programmvolumens.

Bis Ende 2013 sollen alle Erstsendungen im Ersten mit Untertitelung angeboten werden. Dadurch wird sukzessive eine Untertitelquote von annähernd 100 Prozent erreicht.

Gleich zu Beginn des Jahres 2013 hat die ARD schon einen großen Schritt in Richtung Barrierefreiheit gemacht. So werden Morgen- und Mittagsmagazin seit dem 2. Januar untertitelt, und die Serien, Spielfilme und Tier- und Naturdokumentationen im Hauptabendprogramm des Ersten werden ebenfalls seit Anfang des Jahres untertitelt und audiodeskribiert. Bereits im vergangenen November wurde mit dem Ausbau des Vorabendprogramms begonnen. Weitere Sendungen folgen im Frühjahr, und bis zum Herbst wird das komplette Vorabendprogramm untertitelt sein. Sukzessive ausgebaut wird auch das Angebot an Reportagen, Dokumentationen und Politikmagazinen. Die Sport- und Religionssendungen sind bereits jetzt komplett untertitelt. Auch alle Unterhaltungssendungen werden dies 2013 sein. Ab November 2013 sollen alle Sendungen von ARD aktuell mit Ausnahme der kurzen Nachtausgaben untertitelt werden.

Der signifikante Ausbau der Untertitelung im Ersten wird durch Übernahmen die Untertitelquote in den Dritten und den Spartenprogrammen deutlich steigern. Darüber hinaus streben die Landesrundfunkanstalten aber auch einen weitergehenden Ausbau der Untertitelung in den Dritten Programmen an – insbesondere der Regionalmagazine und in der Primetime. Über den Umfang der additiven Maßnahmen entscheidet jede Landesrundfunkanstalt selbst.

Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen

Die ARD überträgt bei einigen Sendungen Sprachbeschreibungen für Blinde und Menschen mit sehr starker Sehbehinderung, die sogenannte Audiodeskription. Dabei werden in den Dialogpausen des Films zentrale Elemente der Handlung, Schauplätze sowie Gestik und Mimik der Personen von einem Sprecher beschrieben. Die Audiodeskription bietet Blinden und Sehbehinderten ein besseres Verständnis der gezeigten Handlung und eröffnet ihnen damit einen barrierefreien Zugang zum Fernsehprogramm.

Im Bereich Audiodeskription setzt die ARD – unter Berücksichtigung des durch die zahlreichen öffentlich-rechtlichen Radioprogramme sichergestellten Informations- und Unterhaltungsangebotes – auf eine Ausweitung der fiktionalen Formate.

Bis Ende 2013 werden alle fiktionalen Formate (Serien / Krimis / Spielfilme) sowie die Tier- und Naturfilme im Hauptabendprogramm des Ersten Programms in einer Hörfilmfassung ausgestrahlt. Der Ausbau der Audiodeskription im Ersten wird sich auch positiv auf den Audiodeskriptionsanteil in den Dritten Programmen auswirken, denn viele Serien, Spiel- und Tierfilme werden auch dort gezeigt. Zusätzlich zu ihrem Engagement für das Erste produzieren einige Landesrundfunkanstalten auch Hörfilme für ihre Dritten Programme.

Gebärdensprachdolmetscher-Einblendungen

In den Mediatheken wird die ARD verstärkt Gebärdensprachdolmetscher einblenden: So wird die Tagesschau um 20:00 Uhr, die Phoenix mit Gebärdensprachdolmetscher-Einblendungen sendet, seit Dezember 2012 in die Mediathek des Ersten und der ARD eingestellt. Voraussichtlich ab April soll jede Woche ein politisches Magazin, das im Ersten Programm ausgestrahlt wird, mit Gebärden versehen und in dieser Fassung in den Mediatheken bereitgestellt werden. Zudem werden auch von einigen Landesrundfunkanstalten schon Sendungen in Gebärdensprache in die Mediatheken eingestellt.

Online-Angebote der ARD

Auch die Onlineangebote der ARD sollen weitgehend barrierefrei gestaltet werden. Die ARD hat sich bereits 2004 im Maßnahmenkatalog zur Barrierefreiheit der ARD-Online-Angebote darauf verständigt, einen möglichst hohen Grad an Barrierefreiheit in ihren Internet-Angeboten zu erreichen. Dies wird auch künftig der Fall sein.

Siehe: ARD Pressemeldung
Quelle: ARD.de

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Medien, Pressemitteilung, Untertitel abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.