Schön gerechnete Statistiken

Wir haben beim WDR-Fernseher den aktuellsten Stand der UT-Quote von ausgestrahlten Sendungen angefordert. Anbei die Antwort auf unsere Anfrage. Wir freuen uns über den ständigen Anstieg von Untertiteln und möchten auch keine Positivmeldungen zurückhalten. Jedoch betrachten wir die Angaben als schön geredet. USA und Nachbarländer haben gezeigt, dass 100% Untertitel technisch machbar sind. Wir können und wollen nicht das Argument akzeptieren: ” Es ist deshalb technisch nicht möglich, diese Sendungen zu untertiteln.” Die Zahlen sind schön gerechnet und von daher verfälscht. Deutschland hat im Ausland einen Ruf, dass es technisch fortschrittlich sei. Ein trauriger Beleg, dass hier dem Ruf nicht gerecht wird.

“Der Westdeutsche Rundfunk hat die Anzahl der untertitelten Sendeminuten
in den vergangenen Jahren enorm gesteigert.

Im Jahr 2006 waren es 15.000 Sendeminuten, die neu untertitelt wurden,
im Jahr 2007 wurde das Volumen auf 42.000 Sendeminuten gesteigert. Diese
42.000 Sendeminuten wurden im Jahr 2008 bereits im ersten Halbjahr
deutlich überschritten, mit rund 48.000 Minuten. Ende dieses Jahres wird
der WDR aller Voraussicht nach etwa 110.000 untertitelte Sendeminuten
für das WDR Fernsehen und die ARD produziert haben.

Zusammen mit Übernahmen aus der ARD hat der WDR im Monat Juli
44 Prozent aller Sendungen im WDR Fernsehen mit Untertiteln
ausgestrahlt.
In der Zeit von 18.00 bis 24.00 Uhr beträgt die Quote sogar 87 Prozent.

Im Januar lag die Quote noch bei 26 Prozent.

Wichtig ist, in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass für die
Lokalzeiten von 18.00 bis 18.05 Uhr und von 19.30 bis 20.00 Uhr keine
Untertitel produziert werden können. Die Lokalzeit wird zeitgleich aus
elf Regional-Studios für elf verschiedene Regionen in NRW gesendet. Es
ist deshalb technisch nicht möglich, diese Sendungen zu untertiteln.

Rechnet man die Lokalzeiten und reine Rock- und Klassik-Konzerte, für
die eine Untertitelung keinen Sinn macht, aus dem Gesamtprogramm
heraus, liegt die Quote sogar noch höher. Der WDR erreicht dann für den
gesamten Tag 61 Prozent und im Abendprogramm etwa 93 Prozent.”

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